Holz- und Sachgüterindustrie in der Obersteiermark
Betriebe in Leoben, Kapfenberg oder Mürzzuschlag verbrauchen konstant. Ihr Netzkostenanteil ist außerhalb von Graz hoch – die Reduktion durch Direktlieferung fällt daher stark ins Gewicht.
Start Oktober 2026 · Netzbetreiber Energienetze Steiermark
Die Steiermark hat mit 27,06 ct/kWh den zweithöchsten Strompreis Österreichs und außerhalb von Graz mit rund 11,85 ct/kWh auch ein hohes Netzkostenniveau. Beides zusammen ergibt den größten Hebel: Nirgends sonst spart ein lokaler Direktvertrag mehr je Kilowattstunde. Bei einem Partner am selben Trafo sinken die Netzkosten und Abgaben um etwa 6,90 ct/kWh.

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Am selben Trafo sinkt das Netznutzungsentgelt um 57 Prozent, am selben Umspannwerk um 28 Prozent. Elektrizitätsabgabe und Erneuerbaren-Förderbeitrag fallen weiterhin an, die Umsatzsteuer wird auf die jeweilige Summe berechnet.
| Bestandteil | Ohne P2P | Trafo (lokal) | Umspannwerk (regional) |
|---|---|---|---|
| Netznutzungsentgelt | 8,82 ct/kWh | 3,79 ct/kWh | 6,35 ct/kWh |
| Netzverlustentgelt | 0,34 ct/kWh | 0,34 ct/kWh | 0,34 ct/kWh |
| Elektrizitätsabgabe | 0,10 ct/kWh | 0,10 ct/kWh | 0,10 ct/kWh |
| Erneuerbaren-Förderbeitrag | 0,62 ct/kWh | 0,62 ct/kWh | 0,62 ct/kWh |
| Umsatzsteuer (20 %) | 1,98 ct/kWh | 0,97 ct/kWh | 1,48 ct/kWh |
| Summe | 11,86 ct/kWh | 5,82 ct/kWh | 8,89 ct/kWh |
| Ersparnis gegenüber ohne P2P | – | 6,04 ct/kWh | 2,97 ct/kWh |
| Bestandteil | Ohne P2P | Trafo (lokal) | Umspannwerk (regional) |
|---|---|---|---|
| Netznutzungsentgelt | 5,17 ct/kWh | 2,22 ct/kWh | 3,72 ct/kWh |
| Netzverlustentgelt | 0,66 ct/kWh | 0,66 ct/kWh | 0,66 ct/kWh |
| Elektrizitätsabgabe | 0,10 ct/kWh | 0,10 ct/kWh | 0,10 ct/kWh |
| Erneuerbaren-Förderbeitrag | 0,62 ct/kWh | 0,62 ct/kWh | 0,62 ct/kWh |
| Umsatzsteuer (20 %) | 1,31 ct/kWh | 0,72 ct/kWh | 1,02 ct/kWh |
| Summe | 7,86 ct/kWh | 4,32 ct/kWh | 6,12 ct/kWh |
| Ersparnis gegenüber ohne P2P | – | 3,54 ct/kWh | 1,74 ct/kWh |
Angaben in Cent je Kilowattstunde inklusive Umsatzsteuer. Quelle: Systemnutzungsentgelte und Abgaben laut E-Control; Reduktionssätze laut ElWG. Werte gerundet, unverbindliche Richtwerte. Im selben Gebäude (Gemeinschaftliche Erzeugungsanlage – GEA) wird das öffentliche Netz nicht genutzt, dort entfallen die Netzkosten für die geteilte Menge weitgehend.
Photovoltaikanlage mit 100 000 kWh Erzeugung im Jahr. Wählen Sie Ihre Sicht:
30 000 kWh davon werden direkt über P2P gehandelt.
Mehrerlös bis € 900 pro Jahr 3 ct/kWh über dem Einspeisetarif von 6,00 ct/kWh.
Unverbindliche Richtwerte. Anteil und Preisvorteil sind Annahmen und hängen von Lastprofil, Anlagengröße und Vertrag ab.
In 327 Energiegemeinschaften sind 15.455 Bezugs- und 6.141 Einspeisezählpunkte registriert. Gemessen an der Bevölkerung liegt die Steiermark damit im Mittelfeld – der Markt ist noch nicht ausgeschöpft. Auffällig ist der starke Unterschied zwischen Graz mit eigenem, günstigerem Netztarif und den Flächenbezirken. Für Betriebe außerhalb der Landeshauptstadt ist die Ersparnis durch Direkthandel deshalb besonders groß.
Steiermark stellt 8,5 Prozent aller österreichischen Energiegemeinschaften bei einem Bevölkerungsanteil von 13,8 Prozent. Österreichweit gibt es 3 868 Energiegemeinschaften mit 144 758 Bezugs- und 57 607 Einspeisezählpunkten.
Zuständig ist überwiegend Energienetze Steiermark. In einzelnen Gemeinden sind weitere Unternehmen zuständig:
Ihren Betreiber zeigt der Peer-to-Peer Check nach Eingabe der PLZ.
Betriebe in Leoben, Kapfenberg oder Mürzzuschlag verbrauchen konstant. Ihr Netzkostenanteil ist außerhalb von Graz hoch – die Reduktion durch Direktlieferung fällt daher stark ins Gewicht.
Große Dachflächen in der Süd- und Südoststeiermark erzeugen im Sommer weit über dem Eigenbedarf. Direkte Verträge mit Gewerbebetrieben im Ortsnetz sind die wirtschaftlichere Alternative zur Einspeisung.
Im Stadtgebiet gilt mit rund 7,86 ct/kWh der günstigste Netztarif des Landes. Hier zählt vor allem der frei verhandelte Strompreis, weniger die Netzkostenreduktion.
Grundlage ist das Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG). Nötig sind Smart Meter mit Viertelstundenwerten auf beiden Seiten, ein Liefervertrag über Menge und Preis sowie die Zuordnung der Zählpunkte beim Netzbetreiber. Abgerechnet wird nur die zeitgleich erzeugte und verbrauchte Menge. Einen Überblick über Peer-to-Peer-Verträge bietet die Informationsplattform des Bundesministeriums. avir übernimmt Partnersuche, Verträge und Abrechnung ab Oktober 2026.
Der kostenlose Peer-to-Peer Check berechnet Ihren Score, Ihre Netzkostenersparnis und Ihren Jahresvorteil. Für den Start im Oktober 2026 sichern Sie sich mit der Anmeldung Frühzugang, persönliche Beratung und Startvorteile.
Alle Beträge sind gerundete, unverbindliche Richtwerte auf Basis der genannten Quellen und ersetzen keine individuelle Beratung. Stand der Zusammenstellung: September 2026.