Start Oktober 2026 · Netzbetreiber Salzburg Netz

Peer-to-Peer Stromhandel in Salzburg

Salzburg ist der Heimatmarkt von avir – und ein Land mit einheitlicher Netzstruktur: Salzburg Netz versorgt praktisch das gesamte Bundesland vom Flachgau bis in den Pinzgau. Ein einziges Tarifgebiet macht die Rechnung einfach: rund 9,20 ct/kWh Netzkosten und Abgaben ohne Direkthandel, etwa 3,83 ct/kWh bei einem Partner am selben Trafo.

Wappen des Bundeslandes Salzburg

avir – Ihr professioneller Partner für Peer-to-Peer in Salzburg

Wir übernehmen für Sie die Partnersuche, die Verträge und die komplette administrative Abrechnung des Direkthandels. Sie verkaufen oder kaufen Strom direkt bei einem Partner aus Ihrer Region – ab Oktober 2026.

Netzkosten und Ersparnis im Netzgebiet Salzburg

Am selben Trafo sinkt das Netznutzungsentgelt um 57 Prozent, am selben Umspannwerk um 28 Prozent. Elektrizitätsabgabe und Erneuerbaren-Förderbeitrag fallen weiterhin an, die Umsatzsteuer wird auf die jeweilige Summe berechnet.

Tarifgebiet Salzburg

Vollständige Netzkosten und Abgaben im Tarifgebiet Salzburg in Cent je Kilowattstunde
BestandteilOhne P2PTrafo (lokal)Umspannwerk (regional)
Netznutzungsentgelt6,59 ct/kWh2,83 ct/kWh4,74 ct/kWh
Netzverlustentgelt0,36 ct/kWh0,36 ct/kWh0,36 ct/kWh
Elektrizitätsabgabe0,10 ct/kWh0,10 ct/kWh0,10 ct/kWh
Erneuerbaren-Förderbeitrag0,62 ct/kWh0,62 ct/kWh0,62 ct/kWh
Umsatzsteuer (20 %)1,53 ct/kWh0,78 ct/kWh1,16 ct/kWh
Summe9,20 ct/kWh4,69 ct/kWh6,98 ct/kWh
Ersparnis gegenüber ohne P2P4,51 ct/kWh2,22 ct/kWh

Angaben in Cent je Kilowattstunde inklusive Umsatzsteuer. Quelle: Systemnutzungsentgelte und Abgaben laut E-Control; Reduktionssätze laut ElWG. Werte gerundet, unverbindliche Richtwerte. Im selben Gebäude (Gemeinschaftliche Erzeugungsanlage – GEA) wird das öffentliche Netz nicht genutzt, dort entfallen die Netzkosten für die geteilte Menge weitgehend.

Rechenbeispiel in Salzburg

Photovoltaikanlage mit 100 000 kWh Erzeugung im Jahr. Wählen Sie Ihre Sicht:

PV-Erzeugung im Jahr
100 000 kWh
Anteil für P2P (30 %)
30 000 kWh

Erlös für 30 000 kWh pro Jahr

Mehrerlös bis € 900 pro Jahr 3 ct/kWh über dem Einspeisetarif von 6,00 ct/kWh.

Rechenweg und Annahmen
  1. 100 000 kWh × 30 % = 30 000 kWh im Direkthandel.
  2. Preisvorteil 3 ct/kWh × 30 000 kWh = € 900 gegenüber dem Einspeisetarif von 6,00 ct/kWh.
  3. Vergleichswert Salzburg: Einspeisetarif 6,00 ct/kWh.

Unverbindliche Richtwerte. Anteil und Preisvorteil sind Annahmen und hängen von Lastprofil, Anlagengröße und Vertrag ab.

Marktlage in Salzburg

293 Energiegemeinschaften mit 10.375 Bezugs- und 3.221 Einspeisezählpunkten – bei 573.526 Einwohnern eine der höchsten Dichten Österreichs. Pro Einspeisezählpunkt gibt es rund 3,2 Bezugspunkte, das Angebot an erzeugtem Strom ist also knapp. Betriebe mit eigener Anlage haben in Salzburg deshalb gute Karten bei der Preisverhandlung.

Salzburg stellt 7,6 Prozent aller österreichischen Energiegemeinschaften bei einem Bevölkerungsanteil von 6,2 Prozent. Österreichweit gibt es 3 868 Energiegemeinschaften mit 144 758 Bezugs- und 57 607 Einspeisezählpunkten.

Einwohner
573 526
Quelle: Statistik Austria, 01.01.2026
Ø Strompreis
24,83 ct/kWh
Quelle: E-Control
Energiegemeinschaften
293
Quelle: E-Control, 06.2025
Bezugszählpunkte
10 375
Quelle: E-Control, 06.2025
Einspeisezählpunkte
3 221
Quelle: E-Control, 06.2025
Verbraucher je Einspeiser
3,22
Quelle: eigene Berechnung

Netzbetreiber in Salzburg

Zuständig ist überwiegend Salzburg Netz. In einzelnen Gemeinden sind weitere Unternehmen zuständig:

  • Elektrizitätswerk Bad Hofgastein
  • Lichtgenossenschaft Neukirchen
  • Netz Oberösterreich (Grenzgebiete)

Ihren Betreiber zeigt der Peer-to-Peer Check nach Eingabe der PLZ.

Für wen sich der Direkthandel in Salzburg rechnet

Gewerbe im Flachgau

Betriebsgebiete rund um die Stadt Salzburg bündeln Erzeuger und Verbraucher auf kleiner Fläche. Häufig liegt der passende Partner im selben Ortsnetz.

Tourismus in Pinzgau und Pongau

Hotels und Seilbahnen haben eine hohe Winter- und eine gute Sommerlast. Sie ergänzen landwirtschaftliche Erzeuger, deren Anlagen im Sommer Überschüsse liefern.

Landwirtschaft im Lungau und Tennengau

Wirtschaftsgebäude mit großen Dachflächen produzieren mehr als der Hof braucht. Ein Direktvertrag im Ortsnetz bringt mehr als der Einspeisetarif.

Rechtslage und Voraussetzungen

Grundlage ist das Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG). Nötig sind Smart Meter mit Viertelstundenwerten auf beiden Seiten, ein Liefervertrag über Menge und Preis sowie die Zuordnung der Zählpunkte beim Netzbetreiber. Abgerechnet wird nur die zeitgleich erzeugte und verbrauchte Menge. Einen Überblick über Peer-to-Peer-Verträge bietet die Informationsplattform des Bundesministeriums. avir übernimmt Partnersuche, Verträge und Abrechnung ab Oktober 2026.

Häufige Fragen zum Peer-to-Peer Stromhandel in Salzburg

Wie hoch sind die Netzkosten in Salzburg?
Im Netzgebiet Salzburg fallen rund 9,20 ct/kWh an Netzkosten und Abgaben an. Bei einem Partner am selben Trafo sinkt der Betrag auf etwa 3,83 ct/kWh, am selben Umspannwerk auf etwa 6,12 ct/kWh.
Wer ist mein Netzbetreiber in Salzburg?
In fast allen Gemeinden ist Salzburg Netz zuständig. Ausnahmen sind einzelne Orte mit eigenen Werken, etwa Bad Hofgastein oder Neukirchen am Großvenediger.
Wie viele Energiegemeinschaften gibt es in Salzburg?
293 mit 10.375 Bezugs- und 3.221 Einspeisezählpunkten (Stand 06.2025). Gemessen an der Einwohnerzahl ist das eine der höchsten Beteiligungsraten Österreichs.
Was bringt ein Direktvertrag gegenüber der Einspeisung?
Sie verhandeln den Preis selbst. Erzeuger erhalten in der Regel mehr als den Einspeisetarif, Bezieher zahlen weniger als den Marktpreis von durchschnittlich 24,83 ct/kWh – zusätzlich zur Netzkostenreduktion.
Ist avir ein Salzburger Unternehmen?
Ja, avir hat seinen Sitz in Salzburg. Der Start der Plattform ist für Oktober 2026 geplant, die Anmeldung sichert Frühzugang und persönliche Beratung.

Ihr Potenzial in Salzburg – in zwei Minuten geprüft

Der kostenlose Peer-to-Peer Check berechnet Ihren Score, Ihre Netzkostenersparnis und Ihren Jahresvorteil. Für den Start im Oktober 2026 sichern Sie sich mit der Anmeldung Frühzugang, persönliche Beratung und Startvorteile.

Weitere Bundesländer

Quellen

Alle Beträge sind gerundete, unverbindliche Richtwerte auf Basis der genannten Quellen und ersetzen keine individuelle Beratung. Stand der Zusammenstellung: September 2026.